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Bildergalerie Fluchtpunkte

  • Fluchtpunkte - Ein phantastisches Theaterprojekt
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„Fluchtpunkte“ heißt das Theaterstück, das am 04.06. in der Stadtbibliothek Radolfzell aufgeführt wurde. Es ist der vorläufige Endpunkt eines außergewöhnlichen Projekts, einer bemerkenswerten Zusammenarbeit. Die Mitwirkenden setzten sich zusammen aus SchülerInnen verschiedener Schulen und Kulturen, einerseits der VAB-O Klasse des Berufsschulzentrums, andererseits dem Theater- und Litertatur- sowie dem Musikneigungskurs des Friedrich-Hecker-Gymnasiums. VAB-O, das heißt SchülerInnen ohne bisherigen deutschen Schulabschluss und ohne Deutschkenntnisse.

Wie kann diese Zusammenarbeit funktionieren? Sie funktioniert! Und zwar auf sehr beeindruckende Art und Weise! Davon konnte sich das Publikum in der gut besuchten Stadtbücherei in zwei Vorstellungen überzeugen.

In kurzen Szenen ging es um Rassismus und Vorurteile in Deutschland, um erniedrigende Praktiken an der Grenze und bei der Anhörung, um die Degradierung von geflüchteten Menschen zu Nummern.

Inhaltlich ließen einzelne Szenen die BetrachterInnen sprachlos zurück. Man fragte sich: Wie ist es möglich, dass Menschen in Deutschland so behandelt werden? Wie ist es möglich, dass jemand von der AFD ein derart rassistische Rede hält und auch noch gewählt wird? Es ist erschreckend, dass alle Szenen auf tatsächlichen Begebenheiten basieren.

Die Gruppe hat die Inhalte gemeinsam diskutiert, ausgewählt und inszeniert. Die Betroffenheit der SchülerInnen übertrug sich direkt auf das Publikum. Alles wurde in äußerst überzeugender Art und Weise präsentiert. Schauspiel, Tanz, projizierter Text, präsentierte Textkollagen, Bilder, Musik vom Band, live gespielte Musik, alles fügte sich perfekt zusammen. Es ist nicht übertrieben, von einem semi-professionellen Auftritt zu sprechen. Dementsprechend groß war der Applaus nach dem fulminanten „I ain’t afraid“ der „Klezmatics“.

Den drei beteiligten Lehrinnen, Frau Sinha und Frau Heydt vom Friedrich-Hecker-Gymnasium und Frau Schey vom BSZ Radolfzell, gebührt großes Lob  für ihre Initiative, ihr Engagement und ihrer hervorragende Arbeit.

„Fluchtpunkte“ beleuchtet vor allem kritisch die nicht-gelungengen Aspekte von Integration. Dass es auch anders geht, dafür ist dieses Projekt selbst der beste Beweis. Mehr davon! Ich wünsche mir eine Fortsetzung des Projekts mit einem Fokus auf Visonen für ein gelungenes Zusammenleben der Kulturen („Zielpunkte“).

Die SchülerInnen haben entschieden, dass die Spenden am Ausgang für die Arbeit des Freundeskreis Asyl Radolfzell e.V. bestimmt sind. Für diesen Vertrauensbweweis bedanken wir uns sehr herzlich.

Ein großer Wunsch von unserer Seite: Wir könnten bei uns im Freundeskreis Asyl unbedingt MitarbeiterInnen der Generation der Jugendlichen oder jungen Erwachsenen gebrauchen. Schließlich sind sehr viele Geflüchtete in demselben Alter.

Es sollte viel mehr Projekte dieser Art geben. Daran würden wir als Freundeskreis Asyl uns gerne beteiligen.

Freundeskreis Asyl Radolfzell, Reiner Kühl, 09.06.2016

Hier der Link auf der Seite vom FHG:http://fhg-radolfzell.de/fluchtpunkte/